Kunst als Spende bedeutet auch Kunst als Gabe, als Hingabe. Meine Installationen spiegeln einen Transformationsprozess wieder: indem ich mich Tonabfall, Arbeitsresten hingebe, mit ihnen spiele und schöpferisch etwas Neues daraus gestalte, transformiere ich dieses Material aus “Abfall” eines sinnvollen handwerklichen Produktes in bildnerisches Material eines freien künstlerischen Spiels. So entstehen aus Porzellanstaub, der mit Wasser zu einem streichfähigen Brei vermischt wurde, zerknitterte blütenartige Schalenformen, die mit der Zartheit und Zerbrechlichkeit ihrer Form von der Qualität des Materials berichten. Sie sind schön, aber auch zerklüftet, rissig und spitz, zerbrechlich, und doch beständig. In diesen Eigenschaften nehmen Sie Bezug auf uns Menschen.

“Blütenmeer” nenne ich ein anderes Projekt, in dem ich direkt hunderte verschiedener kleiner Blüten aus noch weichen Tonresten forme, sehr schnell, ohne kitschige Attitüden. So können diese schönen zart glasierten Blüten in ihrer Schönheit auch Unfertiges, Werdendes, Kantiges, Spitzes mit einschliessen (siehe Bild oben).

Die Installation “Tsingy”, vorerst 1292 (unendlich erweiterbare) kleine röhrenförmige Gefässe, jedes individuell in seiner Struktur, wurden während einer Ausstellung von BesucherInnen auch mit “Regen von unten”, “Unterwasservulkanen”oder gar einem “Holocaustmahnmal” assoziiert.

Einen Artikel über meine Arbeiten in der Zeitschrift “Neuen Keramik” können Sie als PDF hier herunterladen und lesen.

Weihnachten 2015 habe ich mich entschlossen, meine künstlerischen Installationen nicht mehr für Ausstellungen in Kisten zu verwahren, sondern diese an Interessierte auch einzeln zu verkaufen und den Erlös weiter zu spenden. Die Unterstützungen gingen hierhin:

Rumänien: Rosia – Eine Schule für Roma-Kinder (langjährige Unterstützung)

Indien: Schulprojekt in der Wüste Thar (267,- € am 18.12.2015) zum Bau eines Brunnens.
Die Waldorfschule wird in dem Dorf Darbari, 7km von Jaisalmer entfernt, inmitten der unwirtlichen Thar Wüste, aufgebaut. Aufgrund der Trockenheit in dieser Gegend soll ein Brunnen gebohrt werden, mit dessen Wasser auf dem Gelände der Schule Gemüse angebaut werden kann. Mit dem Gemüse sollen dann Mahlzeiten für die Schüler bereitet werden.
Es ist geplant, jährlich eine neue Klasse aufzunehmen, die dann jeweils bis zur 5. Klasse geführt wird, der indischen Primarstufe. Es leben in dieser Gegend überwiegend Menschen des Bhil Stammes. Sie gehören der  Gruppe der sogenannten Kastenlosen oder Unberührbaren in Indien an. Sie leiden unter Mangelernährung und sind größtenteils Analphabeten.

Tansania: Hekima Waldorfschule mit vielen Waisenkindern (95,- € am 21.12.2015)

Nordamerika: Lakota Waldorfschule im Indianerreservat „Pine Ridge“ in Süd-Dakota (102,- € am 11.2.2016)

Notfallpädagogik für psycho-traumatisierte Kinder und Jugendliche in Kriegs- und Katastrophengebieten (34,-€ am 16.3.2016/ 63,- € am 24.3.2016 / 200,- € am 23.12.2016)

Ungarn: Bildungspatenschaft (Schulgeld für einen 8jährigen Jungen / monatl. Unterstützung April 2016 – Dezember 2018)

Israel: Jüdisch-arabischer Kindergarten “Ein Bustan” in Hilf bei Kiryat Tivon (68,- € am 9.5.2016)

Russland: Spende für heilpädagogische und sozialtherapeutische Einrichtungen in Not (200,- € am 24.6.2016)

Spende für “Aufruf zum Frieden” an Sozialkunst e.V. (474,- € Ende Okt. 2016)

Indien: Bildungspatenschaft für die erste Klasse an der neu entstandenen Waldorf School Darbari in Jaisalmer, Rajasthan, Indien. Aus der Spende vom 28.12.2015 konnte bereits der Bau eines Brunnens verwirklicht werden, mit dessen Wasser nun die Gemüsebeete der Schule bewässert werden. (267,- € am 18.12.2015, 200,- € am 23.12.2016).
Die jungen Schüler und Lehrer in der Thar-Wüste werden von mir monatlich mit 23,- € unterstützt.
Infos zu diesem Projekt siehe hier: Film

Danke für Ihre Mithilfe!