Kunst als Spende bedeutet auch Kunst als Gabe, als Hingabe. Meine Installationen spiegeln einen Transformationsprozess wider: indem ich mit Arbeitsresten spiele und schöpferisch etwas Neues daraus gestalte, transformiere ich “Material-Abfall” eines sinnvollen handwerklichen Produktes in bildnerisches Material eines freien künstlerischen Spiels. So entstehen aus Porzellanstaub, der mit Wasser zu einem streichfähigen Brei vermischt wurde, zerknitterte blütenartige Schalenformen, die mit der Zartheit und Zerbrechlichkeit ihrer Form von der Qualität des Materials berichten. Sie sind schön, aber auch zerklüftet, rissig und spitz, zerbrechlich, und doch beständig. In diesen Eigenschaften nehmen Sie Bezug auf uns Menschen.

“Blütenmeer” nenne ich ein anderes Projekt, in dem ich direkt hunderte verschiedener kleiner Blüten aus noch weichen Tonresten forme, sehr schnell, ohne kitschige Attitüden. So können diese schönen zart glasierten Blüten in ihrer Schönheit auch Unfertiges, Werdendes, Kantiges, Spitzes mit einschliessen (siehe Bild oben).

Die Installation “Tsingy”, vorerst 1292 (unendlich erweiterbare) kleine röhrenförmige Gefässe, jedes individuell in seiner Struktur, wurden während einer Ausstellung von BesucherInnen auch mit “Regen von unten”, “Unterwasservulkanen”oder gar einem “Holocaustmahnmal” assoziiert.

Einen Artikel über meine Arbeiten in der Zeitschrift “Neuen Keramik” können Sie als PDF hier herunterladen und lesen.

Weihnachten 2015 habe ich mich entschlossen, meine künstlerischen Installationen nicht mehr für Ausstellungen in Kisten zu verwahren, sondern diese an Interessierte auch einzeln zu verkaufen und den Erlös weiter zu spenden.

Die Unterstützungen gingen bisher u.a. an eine Schule für Roma-Kinder in Rumänien, an ein Schulprojekt in der Thar-Wüste in Indien für die Kinder der sogenannten Kastenlosen, an eine Schule für Waisenkinder in Tansania, an eine Schule für Lakota-Kinder in einem Indianerreservat in Süd-Dakota, an Notfallpädagogik für psychotraumatisierte Kinder und Jugendliche aus Kriegs- und Katastrophengebieten, an einen jüdisch-arabischen Kindergarten in Israel, 2jährige Bildungspatenschaft für einen 8jährigen Jungen in Ungarn, an heilpädagogische und sozialtherapeutische Einrichtungen in Not in Russland, an ein Sozialprojekt zum Frieden in der Welt.

Die jungen Schüler und Lehrer in der Thar-Wüste werden von mir weiterhin mit einer kleinen monatlichen Spende unterstützt. Infos zu diesem Projekt siehe hier: Film

Danke für Ihre Mithilfe!